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Ministranten Hl. Dreifaltigkeit Offenburg




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Der Katholikentag, ein Zeichen unserer Hoffnung?!

Eine kleine Gruppe von zehn Ministranten unserer Pfarrei fuhr nach Mainz auf den 93. Deutschen Katholikentag, um gemäß dem Motto "gebt ein Zeichen eurer Hoffnung", ein Zeichen ihrer Hoffnung zu geben.

Ein Zeichen gegen die Hoffnungslosigkeit in unserer Welt sollte dieser Katholikentag sein, ein Zeichen in der von Sorgen, Unsicherheiten und düsteren Prognosen bestimmten Welt. Ein Zeichen gegen die Katastrophenstimmung die sich am Ende des Jahrtausends bei vielen breit macht.

93. Deutschen Katholikentag

Die Kirche will aber in dieser Situation keine billige Hoffnung verk nden, keinen vorgeschobenen Optimismus. Sie verweist auf die christliche Hoffnung, die weite Fl gel hat, die alles umfasst und trägt. Nur Gott kann eine solch tragfähige Hoffnung schenke. Durch Jesus Christus hat diese tragfähige Hoffnung schon Einzug in unsere Welt gehalten. Wir wissen, dass sie unserer Wirklichkeit schon ergriffen hat und sie verwandeln kann, aber wir wissen auch, dass wir noch unterwegs sind. Dies sollte uns nicht entmutigen, sondern zu immer neuen Veränderungen in Kirche und Gesellschaft anspornen, auch gegen alle Widerstände.

Die Hoffnung ist aber nichts was einfach vom Himmel fällt, oder etwas was wir auf Bestellung abrufen können, nein diese Hoffnung braucht Menschen die mit ihrer gesamten Existenz für sie eintreten. Nicht große Worte, sondern der persönliche Einsatz ist wichtig. Die Hoffnung braucht Zeugen, aber Zeugen die sich mutig mit den Problemen der Welt auseinandersetzen, um so glaubwürdige Zeugen ihrer Hoffnung zu sein.

Es ist nicht leicht ein Zeuge zu sein, man ist Zielscheibe vieler Anfeindungen. Aber wir brauchen viele Mitstreiter um aus dem Glauben heraus im dritten Jahrtausend eine neue Welt für die Menschheit aufzubauen. Mitstreiter, die durch ihr Leben Zeugen für ihren Glauben sind für eine Hoffnung, die alle im Grunde ihres Herzens suchen. Diese Hoffnung kann auf die Dauer nicht namenlos sein, sondern ist eine Person: Jesus Christus. Er ist der treue Zeuge Gottes. In seiner Nachfolge gibt es Hoffnung gegen alle Hoffnung.

Mit diesen und weiteren ermutigenden Worten eröffnete der Mainzer Bischof Karl Lehmann den Katholikentag am Mittwoch in der Eröffnungsfeier. Nach der Eröffnungsfeier begann ein Fest in den Straßen der Altstadt, rund um den Mainzer Dom. Verschiedenste Bühnen lockten die Menschen mit einem bunten Programm und unterschiedlichste Gruppen und Pfarreien boten ein farbiges Programm und sorgten mit einheimischen und exotische Genüssen für das Wohl der Besucher.

Am nächsten Morgen besuchten wir den Fronleichnamsgottesdienst auf dem Marktplatz vor dem Dom, mit dem Zelebranten Bischof Karl Lehmann, einer der Conzelebranten war Erzbischof Oscar Saier.

Ein Teil unserer Gruppe besuchte den extra für Jugendliche gestalteten Gottesdienst nach dem Messbuch der Diözese Zaire.

Von Donnerstag Mittag bis Samstag Abend hatten wir die Qual der Wahl. Das Programm war sehr umfangreich, man konnte zwischen verschiedenen Themengebieten, wie z.B. Bildung-Erziehung-Wissenschaft, Familie, Eine Welt-Weltkirche, und dem Geistlichen Zentrum wählen. Sich aus dem 2cm starken Programm das herauszusuchen was einen interessierte war eine kleine Herausforderung. Aber jeder konnte etwas für seinen Geschmack finden.

Zudem gab es noch die so genannte Kirchenmeile, auf der sich die verschiedensten (kirchlichen) Organisationen präsentierten. Leider war man vor allzu aufdringlichen Zettelverteilern nicht sicher und musste sich so manchen Unsinn anhören.

Die meisten Gruppen aber hatten sich große Mühe gegeben mit der Präsentation ihrer Arbeit. Die Caritas z.B. stellte ein Lehmhüttenprojekt vor, indem sie unter der Mithilfe der Katholikentagsbesucher eine Hütte bauten.

Wer nichts für seinen Geschmack gefunden hat, hat nicht richtig nachgesehen, denn von den charismatischen Erneuerern bis zu der Gruppe Homosexuelle und Lesben in der Kirche war so ziemlich alles vertreten.

Am Sonntag morgen wurde der Katholikentag mit einem Abschlussgottesdienst beendet. Leider war das Wetter schlecht, so dass unter den Gläubigen nicht so die rechte Stimmung aufkommen wollte. Dennoch war es ein gelungener Abschluss.

Ich finde dieser Katholikentag ist seinem Motto in großen Teilen gerecht geworden und viele Veranstaltungen versuchten ein Hoffnungszeichen zu setzten, gaben Anregungen, wie man seiner Hoffnung im Alltag Ausdruck geben kann.

Daniela Bahr

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